
Bewertung: ★★★★★ 4,8 von 5 Sternen
Omas traditionelles Gulasch
Langsam geschmort, kräftig gewürzt und unvergleichlich saftig
Einleitung
Kaum ein Gericht steht so sehr für klassische, deutsche Hausmannskost wie ein gut gemachtes Gulasch. Omas traditionelles Gulasch ist kein schnelles Alltagsessen, sondern ein Gericht, das Zeit, Geduld und Sorgfalt verlangt – und genau dadurch seinen unverwechselbaren Geschmack entwickelt. Es handelt sich um ein langsam geschmortes Fleischgericht mit einer tiefroten, sämigen Sauce, in der sich Röstaromen, Zwiebeln und Gewürze zu einer harmonischen Einheit verbinden.
Das auf dem Bild gezeigte Gulasch zeigt genau diese Eigenschaften: große, saftige Fleischstücke, weich gegart, eingebettet in eine dichte, dunkelrote Sauce mit sichtbaren Zwiebel- und Gemüsestücken. Die Oberfläche glänzt leicht vom ausgelösten Fleischsaft und Fett – ein klares Zeichen für ein Gulasch, das Zeit hatte, richtig zu schmoren.
Bildbezogene Beschreibung
Das Gulasch wird in einer schlichten Schale serviert, ganz ohne Dekoration. Die Sauce ist dickflüssig und haftet am Fleisch, was auf einen hohen Zwiebelanteil und langes Köcheln hinweist. Die Fleischstücke sind grob geschnitten, nicht zerfallen, aber deutlich mürbe. Die Farbe ist tiefrot bis ziegelbraun – typisch für ein klassisches Gulasch mit Paprika und Tomatenanteil.
Genau diese rustikale, ehrliche Optik ist charakteristisch für Omas Küche und dient als Maßstab für das folgende Rezept.
Allgemeine Informationen
Vorbereitungszeit: ca. 20 Minuten
Schmorzeit: ca. 2–2,5 Stunden
Gesamtzeit: ca. 2 Stunden 45 Minuten
Portionen: 4–6
Schwierigkeitsgrad: Mittel
Zubereitungsart: Schmoren im Topf
Zutaten
Für das Gulasch:
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1 kg Rindergulasch (aus Schulter oder Wade, grob gewürfelt)
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800 g Zwiebeln
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3 Esslöffel neutrales Öl oder Butterschmalz
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2 Esslöffel Tomatenmark
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2 Esslöffel edelsüßes Paprikapulver
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1 Teelöffel rosenscharfes Paprikapulver
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2 Knoblauchzehen
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1 Teelöffel Kümmel (gemahlen oder ganz)
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1 Lorbeerblatt
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Salz
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Schwarzer Pfeffer
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400 ml Rinderbrühe
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Optional: 1 kleine Kartoffel, fein gerieben (zur natürlichen Bindung)
Zubereitung Schritt für Schritt
1. Vorbereitung der Zutaten
Die Zwiebeln schälen und in grobe Würfel schneiden. Der hohe Zwiebelanteil ist entscheidend für Geschmack und Bindung der Sauce. Das Fleisch trocken tupfen und bereitstellen.
2. Fleisch kräftig anbraten
Das Fett in einem schweren Schmortopf stark erhitzen. Das Fleisch portionsweise scharf anbraten, bis es rundherum kräftige Röstaromen entwickelt. Das Fleisch herausnehmen und beiseitestellen.
3. Zwiebeln anschwitzen
Im gleichen Topf die Zwiebeln bei mittlerer Hitze anbraten. Sie dürfen Farbe nehmen, sollten aber nicht verbrennen. Dieser Schritt dauert einige Minuten und bildet die aromatische Basis der Sauce.
4. Würzen und Tomatenmark
Das Tomatenmark unterrühren und kurz mitrösten. Den Topf kurz von der Hitze ziehen und das Paprikapulver einrühren, damit es nicht bitter wird. Knoblauch, Kümmel und Lorbeerblatt hinzufügen.
5. Schmoren
Das Fleisch zurück in den Topf geben und alles mit Brühe aufgießen, sodass das Fleisch knapp bedeckt ist. Optional die geriebene Kartoffel unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Das Gulasch zugedeckt bei niedriger Hitze etwa 2 bis 2,5 Stunden sanft schmoren lassen. Gelegentlich umrühren und bei Bedarf etwas Flüssigkeit ergänzen.
6. Konsistenz und Geschmack prüfen
Am Ende der Garzeit sollte das Fleisch butterzart sein und die Sauce dicklich und intensiv schmecken. Lorbeerblatt entfernen und final abschmecken.
Wichtige Tipps aus Omas Küche
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Zwiebeln niemals sparen – sie sind die Sauce
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Gulasch nicht kochen, sondern leise schmoren
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Am nächsten Tag schmeckt es oft noch besser
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Keine Bindemittel nötig, Geduld ersetzt Mehl
Klassische Beilagen
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Salzkartoffeln
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Semmelknödel oder Kartoffelknödel
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Spätzle
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Frisches Bauernbrot
Aufbewahrung und Wiedererwärmen
Gulasch eignet sich hervorragend zum Aufbewahren. Luftdicht verschlossen hält es sich im Kühlschrank bis zu 3 Tage. Beim Wiedererwärmen langsam erhitzen und eventuell etwas Wasser oder Brühe zugeben.
Fazit
Omas traditionelles Gulasch ist ein Paradebeispiel für ehrliche, deutsche Hausmannskost. Es lebt nicht von komplizierten Zutaten, sondern von Zeit, Geduld und der richtigen Technik. Das Ergebnis ist ein tief aromatisches, kräftiges Gericht mit zartem Fleisch und sämiger Sauce – genau so, wie es Generationen geschätzt haben und bis heute lieben.

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