
Omas Quarkauflauf mit Kirschen ist ein wunderbar leichter Süßspeisenklassiker, der innen cremig und locker bleibt und durch saftige Kirschen eine angenehme Fruchtigkeit bekommt. Die goldbraune Oberfläche, der feine Vanillegeschmack und die leicht säuerlichen Kirschen machen diesen Auflauf zu einem echten Wohlfühlgericht wie früher bei Oma.
Der Quarkauflauf eignet sich als süßes Mittagessen, warmes Dessert oder gemütliche Nachspeise für die ganze Familie. Er schmeckt frisch aus dem Ofen besonders gut, kann aber auch kalt serviert werden. Mit Kirschen aus dem Glas lässt sich das Rezept das ganze Jahr über unkompliziert zubereiten.
Rezeptinformationen
- Vorbereitungszeit: 20 Minuten
- Backzeit: 40 bis 45 Minuten
- Gesamtzeit: etwa 1 Stunde 5 Minuten
- Ruhezeit: 10 Minuten
- Portionen: 6
- Kalorien: ca. 360 kcal pro Portion
- Backform: Auflaufform mit etwa 25 × 20 cm
Zutaten
Für den Quarkauflauf
- 500 g Quark, 20 % Fett
- 500 g Sauerkirschen
oder 1 Glas Sauerkirschen mit etwa 350 g Abtropfgewicht - 4 Eier, Größe M
- 100 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 60 g weiche Butter
- 50 g Weichweizengrieß
- 1 Esslöffel Speisestärke
- 100 ml Milch
- 1 Teelöffel Backpulver
- 1 Teelöffel fein abgeriebene Zitronenschale
- 1 Esslöffel Zitronensaft
- 1 Prise Salz
Für die Auflaufform
- etwas Butter
- 1 Esslöffel Semmelbrösel oder Grieß
Zum Servieren
- Puderzucker
- Vanillesoße, optional
- einige frische Kirschen, optional
Zubereitung
1. Kirschen vorbereiten
Frische Kirschen waschen, entstielen und entsteinen.
Kirschen aus dem Glas in ein Sieb geben und mindestens zehn Minuten gründlich abtropfen lassen. Anschließend vorsichtig mit Küchenpapier trocken tupfen.
Zu viel Flüssigkeit würde den Quarkauflauf unnötig weich machen.
2. Backofen und Form vorbereiten
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft vorheizen.
Eine mittelgroße Auflaufform mit Butter einfetten und dünn mit Semmelbröseln oder Grieß ausstreuen.
3. Eier trennen
Die Eier vorsichtig trennen.
Die Eiweiße zusammen mit einer Prise Salz in einer sauberen, fettfreien Schüssel steif schlagen. Den Eischnee zunächst beiseitestellen.
4. Buttermasse verrühren
Die weiche Butter mit Zucker und Vanillezucker zwei bis drei Minuten cremig schlagen.
Die Eigelbe einzeln hinzufügen und jeweils gründlich unterrühren.
5. Quarkmasse herstellen
Quark, Milch, Weichweizengrieß, Speisestärke und Backpulver zur Butter-Eigelb-Mischung geben.
Zitronenschale und Zitronensaft hinzufügen und alles kurz zu einer glatten, cremigen Masse verrühren.
Die Quarkmasse anschließend etwa fünf Minuten stehen lassen, damit der Grieß etwas quellen kann.
6. Eischnee unterheben
Den geschlagenen Eischnee in zwei bis drei Portionen vorsichtig unter die Quarkmasse heben.
Dabei nicht kräftig rühren, damit möglichst viel Luft in der Masse bleibt. Dadurch wird der Quarkauflauf besonders locker.
7. Kirschen hinzufügen
Etwa zwei Drittel der Kirschen vorsichtig unter die Quarkmasse heben.
Die Masse in die vorbereitete Auflaufform füllen und gleichmäßig verstreichen.
Die restlichen Kirschen locker auf der Oberfläche verteilen und leicht in die Masse drücken.
8. Quarkauflauf backen
Den Auflauf auf der mittleren Schiene etwa 40 bis 45 Minuten backen.
Die Oberfläche sollte goldbraun sein. Die Mitte darf beim vorsichtigen Bewegen der Form noch leicht wackeln, sollte aber nicht mehr flüssig wirken.
Wird der Auflauf zu schnell dunkel, die Oberfläche in den letzten zehn Minuten locker mit Backpapier abdecken.
9. Ruhen lassen
Den fertigen Quarkauflauf aus dem Backofen nehmen und etwa zehn Minuten ruhen lassen.
Während dieser Zeit setzt sich die Masse etwas und lässt sich anschließend besser portionieren.
Vor dem Servieren nach Wunsch mit Puderzucker bestäuben.
Warum du diesen Quarkauflauf lieben wirst
- Cremig und gleichzeitig wunderbar locker
- Fruchtig durch saftige Sauerkirschen
- Einfach und schnell vorbereitet
- Mit wenigen klassischen Zutaten
- Warm und kalt lecker
- Ideal als Dessert oder süßes Hauptgericht
- Schmeckt wie früher bei Oma
- Auch gut am Vortag vorzubereiten
Tipps für den perfekten Quarkauflauf mit Kirschen
Kirschen gründlich abtropfen lassen
Besonders Kirschen aus dem Glas enthalten viel Flüssigkeit. Gut abgetropfte Früchte verhindern, dass der Auflauf zu weich oder wässrig wird.
Quark mit mittlerer Fettstufe verwenden
Quark mit 20 % Fett sorgt für eine cremige Konsistenz, ohne den Auflauf zu schwer zu machen.
Eischnee vorsichtig unterheben
Der Eischnee ist entscheidend für eine lockere Struktur. Deshalb nur langsam und mit einem Teigschaber unterheben.
Auflauf nicht sofort anschneiden
Direkt aus dem Ofen ist die Quarkmasse noch sehr weich. Nach zehn Minuten Ruhezeit wird sie stabiler.
Nicht zu lange backen
Wird der Quarkauflauf zu lange gebacken, kann er trocken werden. Die Mitte darf beim Herausnehmen noch leicht weich wirken.
Zutaten auf Zimmertemperatur bringen
Quark, Eier und Butter verbinden sich besser miteinander, wenn sie nicht eiskalt sind.
Varianten
Mit frischen Kirschen
Während der Kirschsaison kannst du frische Süß- oder Sauerkirschen verwenden. Sauerkirschen sorgen für einen besonders aromatischen Kontrast zur süßen Quarkmasse.
Mit Mandarinen
Statt Kirschen eignen sich auch gut abgetropfte Mandarinen aus der Dose.
Mit Äpfeln
Zwei kleine Äpfel schälen, würfeln und mit etwas Zimt unter die Quarkmasse heben.
Mit Schokolade
Etwa 50 g gehackte Zartbitterschokolade passen hervorragend zu Kirschen und Quark.
Mit Mandeln
Zwei Esslöffel Mandelblättchen vor dem Backen auf der Oberfläche verteilen.
Ohne Grieß
Der Weichweizengrieß kann durch etwa 30 g zusätzliche Speisestärke ersetzt werden. Die Konsistenz wird dadurch etwas feiner und weniger körnig.
Was passt zu Quarkauflauf mit Kirschen?
Besonders lecker schmeckt der Quarkauflauf mit:
- warmer Vanillesoße
- etwas Puderzucker
- Kirschkompott
- Schlagsahne
- einer Kugel Vanilleeis
- frischen Beeren
Als süßes Hauptgericht kann er pur oder mit einer einfachen Fruchtsoße serviert werden.
Aufbewahrung
Reste vollständig auskühlen lassen und anschließend abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Der Quarkauflauf bleibt etwa zwei bis drei Tage frisch. Er kann kalt gegessen oder portionsweise vorsichtig erwärmt werden.
Zum Erwärmen eignet sich der Backofen bei niedriger Temperatur besonders gut. So bleibt die Konsistenz gleichmäßig und cremig.
Quarkauflauf einfrieren
Der vollständig abgekühlte Auflauf kann portionsweise eingefroren werden.
Die Stücke luftdicht verpacken und innerhalb von etwa zwei Monaten verbrauchen. Zum Auftauen über Nacht in den Kühlschrank stellen und anschließend langsam erwärmen.
Nach dem Auftauen kann die Quarkmasse etwas weicher sein als frisch gebacken.
Häufig gestellte Fragen
Welcher Quark eignet sich für Quarkauflauf?
Am besten eignet sich Quark mit 20 % Fett. Magerquark kann ebenfalls verwendet werden, macht den Auflauf jedoch etwas weniger cremig.
Kann ich Kirschen aus dem Glas verwenden?
Ja, Sauerkirschen aus dem Glas eignen sich sehr gut. Sie sollten vor der Verwendung gründlich abtropfen.
Warum fällt der Quarkauflauf nach dem Backen zusammen?
Ein leichtes Zusammenfallen ist normal. Während des Backens dehnt sich die Luft im Eischnee aus und zieht sich beim Abkühlen wieder zusammen.
Warum wird mein Quarkauflauf wässrig?
Häufig waren die Kirschen nicht ausreichend abgetropft oder der verwendete Quark enthielt sehr viel Molke. Den Quark bei Bedarf vorher kurz in einem Sieb abtropfen lassen.
Kann ich den Auflauf am Vortag vorbereiten?
Du kannst die Quarkmasse vorbereiten und gekühlt aufbewahren. Der Eischnee sollte jedoch erst unmittelbar vor dem Backen untergehoben werden.
Schmeckt Quarkauflauf auch kalt?
Ja, kalt wird der Auflauf etwas fester und erinnert geschmacklich an einen leichten Käsekuchen mit Kirschen.
Kann ich tiefgekühlte Kirschen verwenden?
Ja. Die Kirschen vorher auftauen, gründlich abtropfen lassen und vorsichtig trocken tupfen.

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