
Kartoffel-Frikadellen mit Kräutern sind bei uns so etwas wie das kleine Geschwisterchen der klassischen Fleischfrikadelle – und für alle, die Reste von gekochten Kartoffeln übrig haben, eine wunderbare Möglichkeit, daraus etwas Besonderes zu zaubern. Der Teig aus zerdrückten Kartoffeln, Ei, etwas Mehl und einer großzügigen Portion frischer Kräuter wird in der Pfanne goldbraun und knusprig gebraten, während die Frikadellen innen schön cremig bleiben. Ich mag sie am liebsten mit einem einfachen Salat und einem Klecks Kräuterquark, aber sie schmecken auch pur, noch warm aus der Pfanne, hervorragend. Dieses Rezept ist genau das Richtige, wenn mal wieder gekochte Kartoffeln vom Vortag übrig sind und daraus schnell ein leckeres Mittagessen entstehen soll.
- Zubereitungszeit: 20 Minuten
- Kochzeit: 20 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 40 Minuten (plus Kochzeit für die Kartoffeln, falls nicht bereits vorhanden)
- Portionen: 4
- Schwierigkeitsgrad: Einfach
Zutaten
- 800 g mehligkochende Kartoffeln, gekocht und gepellt (am besten vom Vortag)
- 2 Eier (Größe M)
- 3 EL Mehl, plus etwas mehr zum Formen
- 1 kleine Zwiebel, sehr fein gewürfelt
- 3 EL Schnittlauch, fein geschnitten
- 2 EL Petersilie, fein gehackt
- 1 TL frischer Majoran oder 1/2 TL getrockneter Majoran
- 1/2 TL Muskatnuss, frisch gerieben
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- 50 g geriebener Gouda oder Emmentaler (optional, für mehr Bindung und Geschmack)
- 4-5 EL Butterschmalz oder Rapsöl zum Braten
- Zum Servieren: Kräuterquark oder Apfelmus
Zubereitung
- Die gekochten, ausgekühlten Kartoffeln pellen und mit einer Kartoffelpresse oder einem Stampfer gründlich zerdrücken, bis keine großen Stücke mehr vorhanden sind.
- Die Zwiebelwürfel in einer kleinen Pfanne mit etwas Butter glasig andünsten und kurz abkühlen lassen.
- Zerdrückte Kartoffeln, Eier, Mehl, gedünstete Zwiebeln, Schnittlauch, Petersilie, Majoran, Muskatnuss und optional den geriebenen Käse in einer großen Schüssel vermengen. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.
- Die Masse gut durchkneten, bis ein formbarer, nicht zu klebriger Teig entsteht. Ist die Masse zu feucht, noch etwas Mehl einarbeiten.
- Mit angefeuchteten oder leicht bemehlten Händen aus dem Teig 8 flache, runde Frikadellen von etwa 8 cm Durchmesser formen.
- Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Frikadellen portionsweise hineingeben und nicht zu eng nebeneinander setzen.
- Jede Seite etwa 4-5 Minuten braten, bis eine goldbraune, knusprige Kruste entsteht. Die Frikadellen dabei nur einmal wenden, damit sie nicht auseinanderfallen.
- Fertige Frikadellen auf Küchenpapier kurz abtropfen lassen und warmhalten, während die restlichen Portionen gebraten werden.
- Warm mit Kräuterquark oder Apfelmus und einem grünen Salat servieren.
Tipps & Variationen
- Statt frischer Kräuter kann auch eine Mischung aus tiefgekühlten Kräutern verwendet werden, allerdings sollten diese vorher gut abgetropft werden.
- Für eine würzigere Variante etwas geräucherten Speck fein würfeln und mit den Zwiebeln andünsten.
- Die Frikadellen lassen sich auch im Ofen bei 200 °C Umluft etwa 20 Minuten backen, wenn eine fettärmere Variante gewünscht ist – dafür das Blech gut einölen und die Frikadellen nach der Hälfte der Zeit wenden.
Häufige Fragen
Kann man Kartoffel-Frikadellen einfrieren?
Ja, die rohen geformten Frikadellen lassen sich gut einfrieren. Am besten einzeln auf einem Blech vorfrieren und dann in einem Gefrierbeutel lagern. Aufgetaut oder direkt aus dem Gefrierfach in die Pfanne geben und etwas länger braten.
Warum fallen die Frikadellen beim Braten auseinander?
Meist liegt es an zu feuchter Kartoffelmasse oder zu wenig Bindemittel. Die Kartoffeln sollten gut ausgedämpft und die Masse fest genug sein, um sie problemlos formen zu können. Notfalls hilft ein weiteres Ei oder etwas mehr Mehl.
Welche Kartoffelsorte eignet sich am besten?
Mehligkochende Kartoffeln geben der Masse die beste, lockere Konsistenz. Festkochende Kartoffeln lassen sich schwerer zerdrücken und ergeben eine kompaktere, weniger fluffige Frikadelle.

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