
Quarkkeulchen mit Apfelmus sind ein traditionelles süßes Kartoffelgericht, das besonders aus der sächsischen Küche bekannt ist. Aus gekochten Kartoffeln, Quark, Ei und etwas Mehl werden kleine flache Küchlein geformt und in der Pfanne goldbraun ausgebacken.
Außen bekommen die Quarkkeulchen eine zarte Kruste, während sie innen angenehm weich, saftig und leicht cremig bleiben. Dazu passt selbst gemachtes Apfelmus besonders gut. Mit etwas Zimtzucker bestreut schmecken sie wie ein gemütliches Familienessen aus Omas Küche.
Rezeptinformationen
- Vorbereitungszeit: 25 Minuten
- Kochzeit für die Kartoffeln: etwa 20 Minuten
- Bratzeit: 20 Minuten
- Gesamtzeit: etwa 1 Stunde 5 Minuten
- Portionen: 4
- Ergibt: etwa 12 Quarkkeulchen
- Kalorien: ca. 460 kcal pro Portion mit Apfelmus
- Schwierigkeitsgrad: einfach
Zutaten
Für die Quarkkeulchen
- 500 g mehligkochende Kartoffeln
- 250 g Quark, 20 % Fett
- 1 Ei, Größe M
- 80 g Weizenmehl, Type 405
- 40 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Teelöffel fein abgeriebene Zitronenschale
- 1 Prise Salz
- ½ Teelöffel Zimt, optional
- 1 bis 2 Esslöffel Weichweizengrieß, falls der Teig zu weich ist
- etwas Mehl zum Formen
- 2 Esslöffel Butter
- 2 Esslöffel Pflanzenöl zum Braten
Für das selbst gemachte Apfelmus
- 750 g Äpfel
- 80 ml Wasser
- 1 bis 2 Esslöffel Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Esslöffel Zitronensaft
- ½ Teelöffel Zimt, optional
Zum Servieren
- 2 Esslöffel Zucker
- ½ Teelöffel Zimt
- etwas Puderzucker, optional
Zubereitung
1. Kartoffeln kochen
Die Kartoffeln gründlich waschen und mit der Schale in leicht gesalzenem Wasser etwa 20 Minuten garen.
Sie sollten vollständig weich sein, aber nicht im Wasser zerfallen. Anschließend abgießen, kurz ausdampfen lassen und noch warm pellen.
2. Kartoffeln pressen
Die geschälten Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken oder sehr fein zerstampfen.
Die Kartoffelmasse vollständig abkühlen lassen. Besonders gut eignen sich gekochte Kartoffeln vom Vortag, da sie trockener sind und der Teig dadurch weniger Mehl benötigt.
3. Apfelmus vorbereiten
Die Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Anschließend in kleine Stücke schneiden.
Die Apfelstücke zusammen mit Wasser, Zucker, Vanillezucker, Zitronensaft und nach Wunsch Zimt in einen Topf geben.
4. Apfelmus kochen
Die Äpfel einmal aufkochen und anschließend bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 12 bis 15 Minuten zugedeckt köcheln lassen.
Zwischendurch umrühren. Sobald die Apfelstücke weich sind, mit einem Kartoffelstampfer grob zerdrücken oder mit einem Pürierstab fein pürieren.
Das Apfelmus abschmecken und bis zum Servieren beiseitestellen.
5. Quark abtropfen lassen
Falls der Quark sehr feucht ist, ihn für einige Minuten in ein feines Sieb geben.
Zu viel Flüssigkeit kann den Teig klebrig machen und dazu führen, dass mehr Mehl benötigt wird.
6. Quarkkeulchenteig herstellen
Die abgekühlte Kartoffelmasse mit Quark, Ei, Mehl, Zucker, Vanillezucker, Zitronenschale und Salz in eine große Schüssel geben.
Nach Wunsch etwas Zimt hinzufügen. Alles kurz zu einem weichen, gleichmäßigen Teig verkneten.
Der Teig darf leicht klebrig sein, sollte sich mit bemehlten Händen aber gut formen lassen.
7. Konsistenz prüfen
Ist der Teig sehr weich, zunächst einen Esslöffel Weichweizengrieß oder etwas zusätzliches Mehl einarbeiten.
Nicht zu viel Mehl verwenden, da die Quarkkeulchen sonst fest und trocken werden können.
8. Quarkkeulchen formen
Die Arbeitsfläche leicht mit Mehl bestäuben.
Den Teig zu einer dicken Rolle formen und in etwa zwölf gleich große Stücke teilen. Jedes Stück mit bemehlten Händen zu einem flachen, runden Küchlein formen.
Die Quarkkeulchen sollten ungefähr einen bis eineinhalb Zentimeter dick sein.
9. Fett erhitzen
Butter und Pflanzenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen.
Durch die Kombination aus Butter und Öl bekommen die Quarkkeulchen ein feines Butteraroma, ohne dass die Butter zu schnell verbrennt.
10. Quarkkeulchen ausbacken
Die geformten Quarkkeulchen portionsweise in die Pfanne legen.
Von jeder Seite etwa 3 bis 4 Minuten goldbraun braten. Erst wenden, wenn die Unterseite eine stabile Kruste gebildet hat.
Die Hitze sollte nicht zu hoch sein, damit die Quarkkeulchen auch im Inneren gleichmäßig warm und gar werden.
11. Fertige Quarkkeulchen warm halten
Die gebratenen Quarkkeulchen aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier kurz abtropfen lassen.
Bis alle Portionen fertig sind, können sie bei ungefähr 80 °C im Backofen warm gehalten werden.
12. Zimtzucker mischen
Zucker und Zimt in einer kleinen Schüssel vermischen.
Die noch warmen Quarkkeulchen nach Geschmack mit Zimtzucker bestreuen.
13. Servieren
Die Quarkkeulchen warm auf Teller verteilen und mit selbst gemachtem Apfelmus servieren.
Nach Wunsch zusätzlich mit etwas Puderzucker oder Zimtzucker bestreuen.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Klassisches Rezept wie bei Oma
- Außen goldbraun und innen weich
- Perfekt zur Verwertung gekochter Kartoffeln
- Mit wenigen günstigen Zutaten
- Süßes Hauptgericht oder warmes Dessert
- Besonders lecker mit selbst gemachtem Apfelmus
- Gut vorzubereiten
- Bei Kindern und Erwachsenen beliebt
Tipps für perfekte Quarkkeulchen
Kartoffeln vom Vortag verwenden
Abgekühlte Kartoffeln enthalten weniger Feuchtigkeit und machen den Teig formstabiler. Dadurch wird weniger Mehl benötigt.
Mehligkochende Kartoffeln wählen
Mehligkochende Sorten lassen sich besonders fein pressen und verbinden sich gut mit dem Quark.
Quark bei Bedarf abtropfen lassen
Sehr feuchter Quark macht den Teig klebrig. Einige Minuten im Sieb können bereits helfen.
Nicht zu viel Mehl verwenden
Der Teig darf etwas weich bleiben. Zu viel Mehl macht die Quarkkeulchen nach dem Braten kompakt und trocken.
Hände gut bemehlen
Mit leicht bemehlten Händen lässt sich der weiche Kartoffel-Quark-Teig wesentlich einfacher formen.
Bei mittlerer Hitze braten
Bei zu hoher Temperatur werden die Quarkkeulchen außen dunkel, während sie innen noch nicht ausreichend erwärmt sind.
Erst nach stabiler Kruste wenden
Die Küchlein sollten sich leicht vom Pfannenboden lösen lassen. Werden sie zu früh gewendet, können sie auseinanderbrechen.
Welche Kartoffeln eignen sich für Quarkkeulchen?
Am besten eignen sich mehligkochende Kartoffeln, da sie einen hohen Stärkeanteil besitzen und nach dem Kochen eine trockene, lockere Konsistenz haben.
Geeignete Sorten sind beispielsweise:
- Adretta
- Agria
- Augusta
- Gunda
- Bintje
Vorwiegend festkochende Kartoffeln können ebenfalls verwendet werden. Der Teig benötigt dann eventuell etwas mehr Mehl oder Grieß.
Varianten
Quarkkeulchen mit Rosinen
Etwa 40 bis 50 g Rosinen unter den Teig mischen. Sie können vorher kurz in warmem Wasser eingeweicht und anschließend gut abgetrocknet werden.
Mit Apfelstückchen
Einen kleinen Apfel schälen, fein würfeln und unter den Kartoffel-Quark-Teig heben.
Mit Vanille
Etwas Vanillepaste oder das Mark einer halben Vanilleschote verleiht den Quarkkeulchen ein feineres Aroma.
Mit mehr Zitrone
Für einen frischeren Geschmack etwas mehr Zitronenschale in den Teig geben.
Ohne Zimtzucker
Die fertigen Quarkkeulchen nur mit Puderzucker bestreuen oder pur mit Apfelmus servieren.
Mit Kirschkompott
Statt Apfelmus passen auch heiße Kirschen, Pflaumenkompott oder rote Grütze.
Was passt zu Quarkkeulchen?
Besonders gut schmecken Quarkkeulchen mit:
- selbst gemachtem Apfelmus
- Zimt und Zucker
- Puderzucker
- heißen Kirschen
- Pflaumenkompott
- roter Grütze
- frischen Beeren
- Vanillesoße
Die klassische Kombination bleibt jedoch Quarkkeulchen mit Apfelmus und Zimtzucker.
Quarkkeulchen vorbereiten
Die Kartoffeln können bereits am Vortag gekocht, gepellt und gekühlt werden.
Auch das Apfelmus lässt sich ein bis zwei Tage im Voraus zubereiten. Den fertigen Teig sollte man dagegen möglichst frisch verarbeiten, da er bei längerer Lagerung weicher werden kann.
Geformte Quarkkeulchen können für kurze Zeit auf einem bemehlten Teller im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Aufbewahrung
Übrig gebliebene Quarkkeulchen vollständig abkühlen lassen und in einem verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren.
Sie bleiben etwa zwei Tage frisch.
Zum Aufwärmen eignen sich eine Pfanne mit wenig Butter oder der Backofen. In der Mikrowelle werden sie zwar warm, verlieren aber ihre leicht knusprige Oberfläche.
Das selbst gemachte Apfelmus hält sich gut verschlossen etwa drei bis vier Tage im Kühlschrank.
Quarkkeulchen einfrieren
Fertig gebratene Quarkkeulchen lassen sich gut einfrieren.
Nach dem vollständigen Abkühlen zwischen Backpapier schichten und luftdicht verpacken. Im Gefrierschrank halten sie sich etwa zwei bis drei Monate.
Zum Aufwärmen direkt in den Backofen oder in eine Pfanne geben. So werden sie außen wieder leicht goldbraun.
Häufig gestellte Fragen
Was sind Quarkkeulchen?
Quarkkeulchen sind kleine süße Kartoffel-Quark-Küchlein, die in der Pfanne goldbraun gebraten und meist mit Zimtzucker und Apfelmus serviert werden.
Warum ist mein Teig so klebrig?
Die Kartoffeln oder der Quark enthalten wahrscheinlich viel Feuchtigkeit. Etwas Mehl oder Weichweizengrieß einarbeiten und die Hände beim Formen bemehlen.
Warum fallen meine Quarkkeulchen auseinander?
Der Teig war möglicherweise zu weich oder die Küchlein wurden zu früh gewendet. Erst wenden, wenn sich auf der Unterseite eine feste Kruste gebildet hat.
Kann ich Magerquark verwenden?
Ja. Magerquark eignet sich ebenfalls und ist häufig etwas trockener. Quark mit 20 % Fett macht die Quarkkeulchen jedoch cremiger.
Kann ich rohe Kartoffeln verwenden?
Nein. Für klassische Quarkkeulchen werden gekochte, abgekühlte und fein gepresste Kartoffeln verwendet.
Kann ich den Teig am Vortag vorbereiten?
Besser ist es, nur die Kartoffeln vorzubereiten. Der fertige Teig kann bei längerer Lagerung Feuchtigkeit ziehen und sehr weich werden.
Wie werden Quarkkeulchen besonders locker?
Nur wenig Mehl verwenden, den Teig nicht zu lange kneten und trockene, abgekühlte Kartoffeln verwenden.
Kann ich Quarkkeulchen im Backofen zubereiten?
Das ist möglich, allerdings fehlt ihnen dann die typische goldbraune, leicht buttrige Pfannenkruste.

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