
Grießbrei mit heißen Kirschen ist ein klassisches Wohlfühlgericht aus der deutschen Familienküche. Der warme Weichweizengrieß wird langsam in Milch gekocht, bis er wunderbar cremig und weich ist. Dazu kommt ein fruchtiges Kirschkompott, das noch heiß über den Grießbrei gegeben wird.
Das einfache Rezept eignet sich als süßes Mittagessen, warmes Dessert oder gemütliches Abendessen. Mit wenigen Zutaten steht der Grießbrei schnell auf dem Tisch und schmeckt genauso vertraut wie früher bei Oma.
Rezeptinformationen
- Vorbereitungszeit: 10 Minuten
- Kochzeit: 15 Minuten
- Gesamtzeit: etwa 25 Minuten
- Portionen: 4
- Kalorien: ca. 390 kcal pro Portion
- Schwierigkeitsgrad: einfach
Zutaten
Für den Grießbrei
- 1 Liter Milch
- 100 g Weichweizengrieß
- 40 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 20 g Butter, optional
- 1 Ei, optional für besonders lockeren Grießbrei
Für die heißen Kirschen
- 1 Glas Sauerkirschen, etwa 680 g
- 250 ml aufgefangener Kirschsaft
- 2 Esslöffel Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 20 g Speisestärke
- 3 Esslöffel kalter Kirschsaft oder Wasser
- 1 kleine Prise Zimt, optional
Zum Servieren
- etwas Zimt und Zucker
- einige Mandelblättchen, optional
Zubereitung
1. Kirschen abtropfen lassen
Die Sauerkirschen in ein Sieb geben und den Saft auffangen.
Etwa 250 ml Kirschsaft für das Kompott abmessen. Drei Esslöffel davon separat beiseitestellen, um später die Speisestärke anzurühren.
2. Kirschsaft erhitzen
Den abgemessenen Kirschsaft zusammen mit Zucker, Vanillezucker und nach Wunsch einer kleinen Prise Zimt in einen Topf geben.
Bei mittlerer Hitze langsam aufkochen lassen.
3. Speisestärke anrühren
Die Speisestärke mit dem zurückbehaltenen kalten Kirschsaft glatt rühren.
Die Mischung unter ständigem Rühren in den heißen Kirschsaft gießen. Kurz aufkochen lassen, bis die Flüssigkeit sichtbar eindickt.
4. Kirschen hinzufügen
Die abgetropften Sauerkirschen vorsichtig unter die angedickte Soße heben.
Die heißen Kirschen bei niedriger Hitze zwei bis drei Minuten erwärmen. Anschließend den Topf vom Herd nehmen und abdecken.
5. Milch aufkochen
Für den Grießbrei Milch, Zucker, Vanillezucker und Salz in einen großen Topf geben.
Die Milch bei mittlerer Hitze langsam erhitzen. Dabei regelmäßig umrühren, damit sie nicht am Boden ansetzt.
6. Grieß einrühren
Sobald die Milch leicht kocht, den Weichweizengrieß langsam unter ständigem Rühren einrieseln lassen.
Die Hitze reduzieren und den Grießbrei etwa 3 bis 5 Minuten sanft köcheln lassen. Dabei ständig mit einem Schneebesen oder Kochlöffel rühren.
7. Grießbrei quellen lassen
Den Topf vom Herd nehmen und den Grießbrei zugedeckt weitere 5 Minuten quellen lassen.
Nach Wunsch die Butter unterrühren. Sie macht den Brei besonders cremig und verleiht ihm ein feines Aroma.
8. Grießbrei optional mit Ei verfeinern
Für einen besonders lockeren Grießbrei das Ei trennen.
Das Eigelb mit zwei Esslöffeln warmem Grießbrei verrühren und anschließend unter die restliche Masse rühren.
Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter den Grießbrei heben. Danach nicht mehr kochen.
9. Konsistenz anpassen
Ist der Grießbrei zu dick geworden, etwas zusätzliche warme Milch unterrühren.
Ist er noch zu flüssig, wenige Minuten zugedeckt weiterquellen lassen.
10. Servieren
Den warmen Grießbrei auf tiefe Teller oder Schalen verteilen.
Die heißen Kirschen großzügig darübergeben oder daneben anrichten. Nach Wunsch mit Zimt und Zucker oder einigen Mandelblättchen bestreuen.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Cremiger Grießbrei wie bei Oma
- Fruchtige, warme Sauerkirschen
- In weniger als 30 Minuten fertig
- Mit wenigen günstigen Zutaten
- Ideal als Dessert oder süße Hauptspeise
- Warm besonders gemütlich und sättigend
- Einfach an den eigenen Geschmack anzupassen
- Bei Kindern und Erwachsenen beliebt
Tipps für perfekten Grießbrei
Grieß langsam einrieseln lassen
Wird der Grieß zu schnell in die Milch geschüttet, können Klümpchen entstehen. Deshalb langsam einrieseln lassen und gleichzeitig kräftig rühren.
Niedrige Hitze verwenden
Grießbrei kann am Topfboden schnell anbrennen. Nach dem Aufkochen die Temperatur reduzieren und regelmäßig rühren.
Nicht zu lange kochen
Der Brei dickt beim Quellen noch deutlich nach. Er sollte beim Ausschalten deshalb noch leicht cremig und weich wirken.
Warme Milch zum Verdünnen verwenden
Ist der Grießbrei zu fest, sollte warme statt kalter Milch eingerührt werden. So bleibt die Temperatur gleichmäßig.
Kirschen nur kurz erhitzen
Sauerkirschen aus dem Glas sind bereits weich. Zu langes Kochen kann dazu führen, dass sie zerfallen.
Welcher Grieß eignet sich für Grießbrei?
Für klassischen Grießbrei wird meistens Weichweizengrieß verwendet. Er ergibt eine besonders feine, weiche und cremige Konsistenz.
Hartweizengrieß ist gröber und bleibt etwas körniger. Er eignet sich besser für Nudeln oder festere Grießgerichte.
Varianten
Grießbrei mit frischen Kirschen
Während der Kirschsaison können etwa 500 g entsteinte frische Kirschen verwendet werden. Sie benötigen etwas mehr Zucker und einige Minuten zusätzliche Kochzeit.
Mit tiefgekühlten Kirschen
Tiefgekühlte Kirschen direkt mit etwas Wasser oder Kirschsaft erhitzen und anschließend mit Speisestärke binden.
Grießbrei ohne Ei
Das Ei ist optional. Auch ohne Ei wird der Grießbrei cremig und lecker.
Besonders cremiger Grießbrei
Etwa 100 ml Milch durch Sahne ersetzen oder am Ende einen kleinen Löffel Schmand unterrühren.
Mit Vanille
Zusätzlich etwas Vanillepaste oder das Mark einer Vanilleschote in die Milch geben.
Mit Apfelkompott
Statt heißer Kirschen passen auch Apfelmus, Pflaumenkompott oder rote Grütze sehr gut.
Was passt zu Grießbrei?
Neben heißen Kirschen schmeckt Grießbrei auch mit:
- Zimt und Zucker
- Apfelmus
- roter Grütze
- Pflaumenkompott
- frischen Beeren
- gerösteten Mandeln
- etwas Kakaopulver
- geschmolzener Butter
Aufbewahrung
Grießbrei und Kirschkompott vollständig abkühlen lassen und getrennt in verschlossenen Behältern im Kühlschrank aufbewahren.
Der Grießbrei bleibt etwa zwei Tage frisch. Die heißen Kirschen halten sich etwa drei Tage.
Beim Erwärmen etwas Milch zum Grießbrei geben und ihn langsam unter Rühren erhitzen.
Kann man Grießbrei einfrieren?
Das Einfrieren ist möglich, allerdings kann sich die Konsistenz nach dem Auftauen verändern und etwas körniger werden.
Frisch oder am folgenden Tag schmeckt Grießbrei meist besser. Das Kirschkompott lässt sich dagegen gut portionsweise einfrieren.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Grieß braucht man für einen Liter Milch?
Für cremigen Grießbrei werden ungefähr 100 g Weichweizengrieß auf einen Liter Milch verwendet.
Warum wird mein Grießbrei klumpig?
Der Grieß wurde wahrscheinlich zu schnell eingerührt oder die Milch wurde währenddessen nicht ausreichend gerührt.
Warum wird mein Grießbrei so fest?
Grieß nimmt beim Abkühlen und Quellen weiterhin Flüssigkeit auf. Einfach etwas warme Milch unterrühren.
Kann ich den Grießbrei vorbereiten?
Ja. Beim erneuten Erwärmen sollte jedoch zusätzliche Milch eingerührt werden, da der Brei im Kühlschrank deutlich fester wird.
Kann ich Kirschen aus dem Glas verwenden?
Ja, Sauerkirschen aus dem Glas eignen sich besonders gut. Der aufgefangene Saft wird direkt für das Kirschkompott verwendet.
Kann ich weniger Zucker verwenden?
Ja. Die Zuckermenge kann je nach Geschmack und Süße der Kirschen reduziert werden.
Muss ein Ei in den Grießbrei?
Nein. Das Ei ist optional und macht den Grießbrei lediglich etwas luftiger und gehaltvoller.

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